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Gründerszene DB

Monats-Archive: November 2010


Der Weg zum erfolgreichen Franchisegeber: Wie Sie die magische Hürde von 25 Franchisepartnern überwinden

von Stefan Merath
117 Seiten
Amazon-Link

Dieses Buch liest sich wie eine Vorgängerversion von Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer. Wie Sie und Ihr Unternehmen neue Dynamik gewinnen, was es vielleicht auch ist. Nur ist es diesmal kein Softwareunternehmer, sondern ein Weinladen-Franchisegeber.

Die Franchise-relevanten Passagen sind an einer Hand abzählbar. Das wichtigste ist, dass die Franchise-Nehmer zusätzlich zu den Endkunden und dem Unternehmenskäufer zu den Kunden des Unternehmers selbst gehören und ihr Nutzen somit optimiert werden sollte.

Das Buch liest sich gut und ist an einem Nachmittag zu lesen. Man findet viel aus dem anderen Buch wieder, allerdings ist es dort elaborierter.

Fazit: lieber das neuere Buch lesen


Built to Last: Successful Habits of Visionary Companies

von Jim Collins, Jerry I. Porras
368 Seiten
Amazon-Link

Dieses Werk basiert auf einem mehrjährigen Forschungsprojekt aus den USA, dass die signifikaten Eigenschaften von einer repräsentativen Stichprobe der CEOs des Landes am meisten als visionär genannten Unternehmungen mit einer langen Geschichte mit einer Referenzgruppe von weniger häufig genannten Unternehmungen mit vergleichbarem Hintergrund untersucht. Hierbei traten in den 18 untersuchten Paaren einige Muster auf. Dieses Buch zeigt nun diese Muster auf.

Clock Building, Not Time Telling
Der Unternehmer soll ein Unternehmen schaffen, dass durch Prozesse und Strukturen die Aufgabe eigenständig erledigt und nicht selber ein guter Erlediger sein.

No Tyranny of the “OR”
Scheinbar gegensätzliche Ziele werden miteinander vereint. Es wird sowohl “low cost”, als auch “high quality” als Richtlinie des Handelns genommen.

More Than Profits
Das Unternehmen zielt auf mehr ab, als auf die finanziellen Ziele. Es steht für etwas. Es hat core values.

Preserve the Core/Stimulate Progress
Einerseits werden die Kernwerte heftig verteidigt und konservativ erhalten, andererseits steht alles, was keiner der wenigen Kernwerte ist, zur Disposition. Hier wird als Symbol das Ying/Yang aus Konservativität des Kerns und stimulierter Veränderung der sonstigen Strukturen und Prozesse genommen.

Big Hairy Audacious Goals
Das Unternehmen soll sich große, kühne Ziele setzen, die das “Blut zur Wallung bringen”. Beispiele dafür sind “ein Mann auf dem Mond bis zum Ende des Jahrzehnts” der NASA oder ein Umsatzvolumen von 125$ Milliarden in 2000 von Wal-Mart. Dieses Ziel stimuliert den Fortschritt des Unternehmens, gibt einen Grund dafür.

Cult-Like Cultures
Dieses Kapitel beschreibt die Kult-ähnlichen Strukturen und Prozesse von einigen Unternehmen, die durch Mitarbeiterindoktrination z.B. die Kernwerte hochhalten. Ein Kapitel, das einen nachdenklich macht.

Try a Lot of Stuff and Keep What Works
In einem fast evolutionären Prozess wird herumprobiert und das sich bewährende behalten. Stimulation von Veränderungen wird dadurch unterstützt.

Home-Grown Management
Viele der untersuchten Unternehmungen haben ihr oberes Management im Unternehmen gezüchtet und können dadurch ihre Kernwerte hochhalten.

Good Enough Never Is
Man setzt sich das Ziel besser zu werden, als man momentan ist. Es gibt kein festes Endziel und vor allem misst man sich nicht an dem Industrie-Standard wie beim Benchmarking. Stimuliert Fortschritt.

Das Buch schließt mit einigen Gedanken zur Bildung einer Vision insgesamt für das Unternehmen.

Fazit: interessanter, beachtenswerter Ansatz, auch wenn das Buch schon etwas alt ist, eine Empfehlung

Auf Lecturio gibt es das Seminar Business Plan Development für 0,99€ zu kaufen.

Die ersten 35:30 der insgesamten Laufzeit von 83:00 kann man getrost überspringen, da hier nur für die damaligen Teilnehmer relevantes besprochen wird. Ansonsten behandelt das Seminar Fragen, die der Businessplan beantworten sollte. Das ist eine angenehme Abwechselung zu den ganzen formalen Abhandlungen.

Und hier noch ein passender Link auf einen älteren Post: Interview mit Stephan Stubner von der HHL – Leipzig Graduate School of Management

Ich bin über eine Videosammlung über das Thema Entrepreneurship gestolpert und wollte den Link nun mit euch teilen. Die Videos sind auf Englisch und meist von guter Qualität.

Viel Spass!

Die Entrepreneurial Thought Leaders Lecture Series der Stanford University´s Entrepreneurship Corner bringt uns eine Rede von Mark Suster, serial Entrepreneur und Venture Capitalist.

Die interessanteste Passage behandelt Research und Prototypen in Webunternehmen.

Die Startup School 2010 gesponsert von BASES und Y Combinator veröffentlichte Videos der Vorträge.

Das Programm:

Andy Bechtolsheim
Founder Arista Networks; Founder, Sun Microsystems 

Paul Graham
Partner, Y Combinator; Founder, Viaweb

Andrew Mason
Founder, Groupon

Tom Preston-Werner
Founder, GitHub

Greg McAdoo
Partner, Sequoia Capital

Reid Hoffman
Partner, Greylock; Founder, LinkedIn

Ron Conway
Partner, SV Angel

Adam D'Angelo
Founder, Quora

Dalton Caldwell
Founder, Picplz; Founder, Imeem

Mark Zuckerberg
Founder, Facebook

Brian Chesky
Founder, Airbnb


Erfolgreich gründen ohne Bank: Mit geringem Risiko in die Selbständigkeit

von Hans Emge
184 Seiten
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Dieses Buch wendet sich an risikoreduzierte Gründer. Also solche, die einen geringen Finanzierungsbedarf ohne Bankkredit und VCs haben. Hier werden in offener Sprache einige Probleme und Hürden angesprochen. Partnergründungen werden kritisch beleuchtet und die Schwierigkeiten aufgezeigt. Ein ganzes Kapitel behandelt halb-legale oder illegale Finanzierungsoptionen.

Fazit: für das Zielpublikum vielleicht interessant

Online Payment für digitale Güter – Wie Sie Zahlungen im Internet annehmen können

von Ulf Bögeholz
46 Seiten

Auf der Website des Payment Anbieters picopay kann man dieses Büchlein online lesen oder sich als PDF zusenden lassen.

Es ist gut geschrieben und bietet einen ersten Überblick über die Bandbreite des Themas Online Payment. Einige Anbieter werden genannt und die Eigenwerbung beschränkt sich auf eine (günstige) Vergleichstabelle am Ende des Buches.

Fazit: eine kostenlose, brauchbare Einführung


Mastering the VC Game: A Venture Capital Insider Reveals How to Get from Start-up to IPO on Your Terms

von Jeffrey Bussgang
256 Seiten
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Der Autor dieses Buchs ist ein Serialentrepreneur und ein erfahrener Venturecapitalist. Also war ich gespannt auf seine Sicht der Dinge. Das Buch liest sich soweit auch gut, auch wenn das Ende über internationales VC Geschehen sich eher wie ein Facebook von einigen VClern liest, die der Autor persönlich kennt. Und ich frage mich, ob alle VCler in der Welt in den USA gelernt haben?

Sonst hat er einige interessante Beobachtungen über das Verhältnis von Entrepreneueren und VClern zu bieten. Vielleicht weniger als erhofft. Die Einteilung der Boardmember in Domain-Experts, Cheerleader und Truth-Tellers anhand eines Vergleichs mit den Juroren von American Idol war interessant. Interessanter noch waren die drei klassischen Plots der Board-CEO Interaktion: “Fall from Grace”, “High Noon Shoot-out” und “VC Mutiny”.

Bekannt aus anderen Werken, aber nichts desto trotz interessant war der Vorschlag, dass man ein Start-Up als eine diskrete Anzahl von genau definierten Experimenten am Markt betrachten soll und seine Meilensteine daran ausrichtet.

Fazit: leider nur ein durchschnittliches Werk