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Gründerszene DB

Lizensierung


How to License Your Million Dollar Idea: Cash In On Your Inventions, New Product Ideas, Software, Web Business Ideas, And More

von Harvey Reese
226 Seiten, 2011
Amazon-Link

In diesem Buch propagiert der Autor den Produkt Entwickler, nicht den Erfinder. Der Unterschied ist die Professionalität und das Handwerk des Verkaufens von Ideen, das der Erfinder eher meidet. Das Entwickeln von neuen Produkten wird als eine konkurrenzfreie Tätigkeit dargestellt, da der Markt beliebig viele gute neue Ideen aufnehmen kann. Passives Einkommen aus vergebenen Lizenzen ist das Ziel der Bestrebungen.

Dieses Buch ist kein juristischer Ratgeber oder eine genaue Schritt-für-Schritt Anleitung der Kreativität. Es wird jedoch das tägliche Handwerk des Produkt Entwicklers anschaulich dargestellt, so dass man als Nicht-Raketenwissenschaftler sich auch in dieser Rolle sehen kann (vielleicht aber auch als ein Raketen-Wissenschaftler).

Sehr spannend ist der Beispiellizenzvertrag, den der Autor aus der eigenen Praxis nimmt und ihn dann kommentiert – was ist verhandelbar, was nicht. Insbesondere werden auf die Märkte TV-Show, Software, Internet-Business und physisches Produkt eingegangen.

Insgesamt gesehen ist das Buch eine Aufforderung aktiv zu werden. Denn der Erfinder, der nur erfindet und nicht vermarktet, erreicht auch nicht viel.

Fazit:
interessanter Einblick in den Alltag eines professionellen Produkt Entwicklers


One Simple Idea: So machen Sie aus Ihren Ideen eine Goldmine und lassen andere für sich arbeiten

von Stephen Key
335 Seiten
Amazon-Link

In diesem Buch wird eine Alternative zum klassischen Entrepreneurship propagiert: das Lizensieren von Ideen an bestehende Unternehmungen. Das ist eine attraktive Vorgehensweise für visinonäre Leute, die mehr Ideen haben als sie selber verarbeiten können. So hat der Autor Hunderte, wenn nicht Zausende Ideen entworfen und bisher 20 Lizenzdeals gemacht.

Der Kerngedanke des Buches ist das eigentlich wertvolle daran. In der klassischen Lektüre wird das Lizensieren eher stiefmütterlich behandelt, so dass hier neues Land entdeckt werden kann. Außerdem wird noch ein Plädoye für Cold-Calling und einige gute Ansätze für das Verhandeln eines Deals gegeben.

Das Buch liest sich flüssig, wenn ich auch das englische Original gelesen habe und nicht für die Qualität der Übersetzung bürgen kann. Der Autor stellt physische Produkte in den Mittelpunkt der Betrachtung, da er hier Erfahrungen gesammelt hat. Am Ende steht der Leser mit einem 10 Punkte umfassenden Fahrplan da, der u.a. Ideenentwicklung, Entwicklung eines visuellen oder funktionalen Prototypen, das 1-seitige Sell-Sheet, dem Kontaktieren der Firmen und dem Schließen des Deals umfasst. Auf das Herstellen eines physischen oder visuellen Prototyps wird auch eingegangen.

Internetmodelle oder Ideen über Software sind hingegen in diesem Buch nicht zu finden, auch wenn die Grundideen sicherlich übertragbar sind. Es ist halt nicht das Metier des Autors.

Fazit: empfehlenswerte Ergänzung des Werkzeugkasten eines jeden Interessierten