Ready, Fire, Aim: Zero to $100 Million in No Time Flat
von Michael Masterson
400 Seiten, 2008
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Der Autor hat den Zyklus des Aufbaus von neuen Unternehmen schon sehr oft durchlebt und ihn auch in anderer Rolle als der des Entrepreneurs begleitet. In diesem Buch nun stellt er dem Leser einige Beobachtungen in den wahrgenommenen vier Phasen des Unternehmenswachstums dar:
- from zero to $1 million
- from $1 million to $10 million
- from $10 million to $50 million
- from $50 million to $100-300 million
In Phase Eins sollte man vor allem auf das Verkaufen achten. Selling ist oberstes Gebot. Das darf auch nicht delegiert werden. So soll die OSS, die Optimum Selling Strategy gefunden werden für das einzige und alleinige Produkt, das man vertreibt.
In der zweiten Phase kommt es dann auf Innovation an. So soll das nun entstehende Back-End mit neuen Produkten angereichert werden. Als Front-End zählt nun das Produkt/Angebot, das neue Kunden in den Laden bringt. Das Back-End sind dann all jene Produkte und Angebote, die man bestehenden Kunden dann mit Profit verkauft. In dieser Phase kommt es auf Geschwindigkeit an, so das Ready-Fire-Aim das Motto des Tages ist.
In der dritten Phase soll man sein Unternehmen mit Stars und Superstars anreichern. Stars sind tolle Angestellte, Superstars hingegen bringen auch noch Wachstum. Hier sind drei Dinge zu vermeiden: Flaschenhalse im Unternehmensgefüge und in den Prozessen, Bürokratie und Politik im Unternehmen.
In der letzten Phase nimmt man sich dann als CEO aus der Gleichung und wird beratender Investor – macht nurnoch was man will. Das nimmt der Firma den letzten Flaschenhals.
Hier noch ein interessantes Zitat des Autors: “Politicians can’t start doing good until they get their power. Businesspeople can’t get their profits until they do their good.” Gefunden habe ich es auf Seite 328 des Buches.
Fazit: das Buch ist von einem Macher für einen Praktiker geschrieben, empfehlenswert
Wake Up and Change Your Life
von Duncan Bannatyne
272 Seiten
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Dies ist nicht das erste Buch des Autors, der es mit verschiedenen Unternehmungen fast zum Milliardär gebracht hat. Begonnen hat er mit einem Van am Strand und dem Verkauf von Eiscreme, also völlig offline. Es folgten Sportclubs, Seniorenheime und Ausbildungsstätten in der Gesundheitsbranche. Er hat also Erfahrung wie man skaliert.
In diesem Buch reflektiert er seine Erkenntnisse über das Entrepreneurship. Die Kernthesen sind dann, dass es jeder schaffen kann unabhängig von seinen Erfahrungen und seinem Ausbildungsstand und dass harte Arbeit nötig ist, um zum Ziel zu gelangen. Auch legt er dem Leser nahe, sich ehrlich seine Schwächen, aber auch seine Stärken einzugestehen und entsprechend zu handeln.
Das Buch bietet nach jedem Kapitel ein Fallbeispiel eines (meist nicht-universitären) Unternehmers, der Erfolg gehabt hat. Danach folgt dann ein Mini-Interview, in dem er nach seinen Tipps für neue Unternehmer gefragt wird.
Das Buch liest sich locker runter und ist unterhaltsam. Es bietet allerdings keine formalen Kenntnisse oder Ausführungen. Aber wenn man es unter dem Gesichtspunkt der Motivation liest, ist es sicherlich nicht schlecht.
Fazit: motivierend, aber nicht visionär
Built to Last: Successful Habits of Visionary Companies
von Jim Collins, Jerry I. Porras
368 Seiten
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Dieses Werk basiert auf einem mehrjährigen Forschungsprojekt aus den USA, dass die signifikaten Eigenschaften von einer repräsentativen Stichprobe der CEOs des Landes am meisten als visionär genannten Unternehmungen mit einer langen Geschichte mit einer Referenzgruppe von weniger häufig genannten Unternehmungen mit vergleichbarem Hintergrund untersucht. Hierbei traten in den 18 untersuchten Paaren einige Muster auf. Dieses Buch zeigt nun diese Muster auf.
Clock Building, Not Time Telling
Der Unternehmer soll ein Unternehmen schaffen, dass durch Prozesse und Strukturen die Aufgabe eigenständig erledigt und nicht selber ein guter Erlediger sein.
No Tyranny of the “OR”
Scheinbar gegensätzliche Ziele werden miteinander vereint. Es wird sowohl “low cost”, als auch “high quality” als Richtlinie des Handelns genommen.
More Than Profits
Das Unternehmen zielt auf mehr ab, als auf die finanziellen Ziele. Es steht für etwas. Es hat core values.
Preserve the Core/Stimulate Progress
Einerseits werden die Kernwerte heftig verteidigt und konservativ erhalten, andererseits steht alles, was keiner der wenigen Kernwerte ist, zur Disposition. Hier wird als Symbol das Ying/Yang aus Konservativität des Kerns und stimulierter Veränderung der sonstigen Strukturen und Prozesse genommen.
Big Hairy Audacious Goals
Das Unternehmen soll sich große, kühne Ziele setzen, die das “Blut zur Wallung bringen”. Beispiele dafür sind “ein Mann auf dem Mond bis zum Ende des Jahrzehnts” der NASA oder ein Umsatzvolumen von 125$ Milliarden in 2000 von Wal-Mart. Dieses Ziel stimuliert den Fortschritt des Unternehmens, gibt einen Grund dafür.
Cult-Like Cultures
Dieses Kapitel beschreibt die Kult-ähnlichen Strukturen und Prozesse von einigen Unternehmen, die durch Mitarbeiterindoktrination z.B. die Kernwerte hochhalten. Ein Kapitel, das einen nachdenklich macht.
Try a Lot of Stuff and Keep What Works
In einem fast evolutionären Prozess wird herumprobiert und das sich bewährende behalten. Stimulation von Veränderungen wird dadurch unterstützt.
Home-Grown Management
Viele der untersuchten Unternehmungen haben ihr oberes Management im Unternehmen gezüchtet und können dadurch ihre Kernwerte hochhalten.
Good Enough Never Is
Man setzt sich das Ziel besser zu werden, als man momentan ist. Es gibt kein festes Endziel und vor allem misst man sich nicht an dem Industrie-Standard wie beim Benchmarking. Stimuliert Fortschritt.
Das Buch schließt mit einigen Gedanken zur Bildung einer Vision insgesamt für das Unternehmen.
Fazit: interessanter, beachtenswerter Ansatz, auch wenn das Buch schon etwas alt ist, eine Empfehlung
Mastering the Rockefeller Habits: What You Must Do to Increase the Value of Your Fast-Growth Firm
von Verne Harnish
176 Seiten
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Der Unternehmensberater und Guru Verne Harnish schreibt hier von den drei Habits, die da sind:
- Prioritäten: Hat die Organisation 5 top Prioritäten und eine klare top 1 Priorität aus den 5 jeweils für das Jahr, das Quartal und bei starkem Wachstum für den Monat? Hat die Unternehmung ein Thema? Haben alle Angestellten eigene Prioritäten, die mit den Unternehmensprioritäten abgestimmt sind?
- Daten: Erhebt die Unternehmung tägliche und wöchentliche Daten, die eine Einsicht in die Unternehmensentwicklung und die Marktbedürfnisse geben? Hat jeder in der Organisation eine eigene Metrik, die ihm Rückmeldung über seine Performance gibt?
- Rythmus: Besitzt die Unternehmung einen Rythmus von täglichen, wöchentlichen, monatlichen, quartalsweisen und jährlichen Meetings, die der Ausrichtung und der Rechenschaft dienen? Werden die Besprechungen gut geführt, sind sie nützlich?
Der Autor vergleicht die Durchführung dieser Prinzipien mit der Kindererziehung und zieht daraus den Schluss, dass drei Handlungsrichtlinien befolgt werden sollen:
- Habe eine handvoll Regeln.
- Wiederhole dich oft.
- Handle entsprechend der Regeln (darum nur wenige Regeln!).
An diese Grundsätze schließen sich dann 10 Kapitel über einzelne Themen der Unternehmensführung an. Besonders gefallen hat mir hier der Weg von den Core Values und dem Big Hairy Audacious Goal (BHAG) über die Planning Pyramid zu der Zusammenfassung in dem One-Page Strategic Plan. Einen ersten Eindruck davon kann man sich durch die kostenlosen Downloads machen. Auch die Einführung der Kaskade von täglichen, wöchentlichen und monatlichen Meetings ist bedenkenswert. Der Autor macht sich hierfür stark.
Das Buch wird schließlich durch 10 Fallbeispiele abgeschlossen von Firmen, die dem Weg des Autors und seiner Unternehmensberatung gefolgt sind. Habe ich schon die Latte an Testimonals erwähnt, die das Buch anführen?
Insgesamt gesehen ist das Buch ein interessanter Read, aber man muss den Fokus auf wachsende Firmen beachten. Für Neugründungen ist weniger relevant. Aber ein Blick über den Tellerrand der Gründung auf den Weg der vor einem liegt ist sicherlich auch nicht verkehrt.
Fazit: ein Buch, das von vielen empfohlen wird

Wachstum. Die 10 goldenen Regeln für gesunde Unternehmensentwicklung
von Bernd Geisen
127 Seiten
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Dieses schmale Bändchen soll das ganze Themenfeld Wachstum eines Unternehmens abdecken bzw. soll gute Hinweise dazu geben. Leider hat mich die Lektüre dieses Büchleins nicht weitergebracht. Die vermeintlichen Regeln sind keine Regeln, sondern mehr oder minder offensichtliche Checklisten von Allgemeingut. Beim Lesen erschien mir das Buch wie ein besserer Flyer und Werbetext für die KfW. Es ist nicht angenehm so etwas zu erleben.
Fazit: Zeitverschwendung, wenn auch eine wenig umfangreiche

