How to License Your Million Dollar Idea: Cash In On Your Inventions, New Product Ideas, Software, Web Business Ideas, And More
von Harvey Reese
226 Seiten, 2011
Amazon-Link
In diesem Buch propagiert der Autor den Produkt Entwickler, nicht den Erfinder. Der Unterschied ist die Professionalität und das Handwerk des Verkaufens von Ideen, das der Erfinder eher meidet. Das Entwickeln von neuen Produkten wird als eine konkurrenzfreie Tätigkeit dargestellt, da der Markt beliebig viele gute neue Ideen aufnehmen kann. Passives Einkommen aus vergebenen Lizenzen ist das Ziel der Bestrebungen.
Dieses Buch ist kein juristischer Ratgeber oder eine genaue Schritt-für-Schritt Anleitung der Kreativität. Es wird jedoch das tägliche Handwerk des Produkt Entwicklers anschaulich dargestellt, so dass man als Nicht-Raketenwissenschaftler sich auch in dieser Rolle sehen kann (vielleicht aber auch als ein Raketen-Wissenschaftler).
Sehr spannend ist der Beispiellizenzvertrag, den der Autor aus der eigenen Praxis nimmt und ihn dann kommentiert – was ist verhandelbar, was nicht. Insbesondere werden auf die Märkte TV-Show, Software, Internet-Business und physisches Produkt eingegangen.
Insgesamt gesehen ist das Buch eine Aufforderung aktiv zu werden. Denn der Erfinder, der nur erfindet und nicht vermarktet, erreicht auch nicht viel.
Fazit: interessanter Einblick in den Alltag eines professionellen Produkt Entwicklers
Ready, Fire, Aim: Zero to $100 Million in No Time Flat
von Michael Masterson
400 Seiten, 2008
Amazon-Link
Der Autor hat den Zyklus des Aufbaus von neuen Unternehmen schon sehr oft durchlebt und ihn auch in anderer Rolle als der des Entrepreneurs begleitet. In diesem Buch nun stellt er dem Leser einige Beobachtungen in den wahrgenommenen vier Phasen des Unternehmenswachstums dar:
- from zero to $1 million
- from $1 million to $10 million
- from $10 million to $50 million
- from $50 million to $100-300 million
In Phase Eins sollte man vor allem auf das Verkaufen achten. Selling ist oberstes Gebot. Das darf auch nicht delegiert werden. So soll die OSS, die Optimum Selling Strategy gefunden werden für das einzige und alleinige Produkt, das man vertreibt.
In der zweiten Phase kommt es dann auf Innovation an. So soll das nun entstehende Back-End mit neuen Produkten angereichert werden. Als Front-End zählt nun das Produkt/Angebot, das neue Kunden in den Laden bringt. Das Back-End sind dann all jene Produkte und Angebote, die man bestehenden Kunden dann mit Profit verkauft. In dieser Phase kommt es auf Geschwindigkeit an, so das Ready-Fire-Aim das Motto des Tages ist.
In der dritten Phase soll man sein Unternehmen mit Stars und Superstars anreichern. Stars sind tolle Angestellte, Superstars hingegen bringen auch noch Wachstum. Hier sind drei Dinge zu vermeiden: Flaschenhalse im Unternehmensgefüge und in den Prozessen, Bürokratie und Politik im Unternehmen.
In der letzten Phase nimmt man sich dann als CEO aus der Gleichung und wird beratender Investor – macht nurnoch was man will. Das nimmt der Firma den letzten Flaschenhals.
Hier noch ein interessantes Zitat des Autors: “Politicians can’t start doing good until they get their power. Businesspeople can’t get their profits until they do their good.” Gefunden habe ich es auf Seite 328 des Buches.
Fazit: das Buch ist von einem Macher für einen Praktiker geschrieben, empfehlenswert
The Personal MBA: Master the Art of Business
von Josh Kaufman
416 Seiten, 2010
Amazon-Link
Dieses Buch bietet eine Sammlung von kurzen Konzepten, die man meist kennen sollte. Es sind meist Modelle, wie sie Charles Munger von Berkshire Hathaway für seinen doch recht großen Erfolg verantwortlich macht. Sie werden in diesem Buch der Reihe nach abgehandelt und in jeweils 1-2 Seiten kurz dargestellt. Bei den meisten reicht so ein Überlick für die meisten Zwecke, doch bei einigen hätte man sich mehr Informationen oder Beispiele gewünscht. Das hätte natürlich das Buch drastisch anschwellen lassen.
Die zwölf Teile des Buches sind:
- Why Read This Book?
- Value Creation
- Marketing
- Sales
- Value Delivery
- Finance
- The Human Mind
- Working with Yourself
- Working with Others
- Understanding Systems
- Analysing Systems
- Improving Systems
Das Buch liest sich flüssig und man kann es auch außer der Reihe und nach den eigenen Bedürfnissen lesen. Hierbei verliert es nicht viel an Reiz.
Fazit: für Einsteiger in das Thema Business Literatur eine klare Empfehlung, sonst kann man es auch als Rekapitulation gebrauchen
Go It Alone!: The Secret to Building a Successful Business on Your Own
von Bruce Judson
240 Seiten, 2005
Amazon-Link
Als erstes möchte ich meine Leser darauf hinweisen, dass dieses Buch kostenlos online lesbar ist auf der Seite des Autors.
Um einen anderen Rezensenten zu Wort kommen zu lassen: “dieses Buch lässt sich in einer ein-Satz-These zusammenfassen: Do what you do best, and outsource the rest.”
Das Buch handelt von der Ein-Personen-Unternehmung. Hierbei soll man sich auf seine Kernkompetenz fokussieren und den Rest an andere Dienstleister (über das Internet) abgeben, die das dann kostengünstiger und besser erledigen können.
Auch stellt der Autor die Regel der Abnehmenden Support-Kosten (Rule of Decreasing Support Costs) auf, die besagt, dass heute für große Firmen unter großen Kosten verfügbare Dienste innerhalb von 12 bis 18 Monaten als Plug-und-Play Outsource-Lösung für kleine Firmen auf Basis von kleinen monatlichen Zahlungen verfügbar sein werden.
So soll man auch immer off-the-shelf Produkte nutzen und keine Zeit und kein Geld in Eigenentwicklungen stecken. Die Logik hier ist, dass auch wenn am Anfang nur bspw. 60% des Idealdienstes geleistet werden, dieser Prozentsatz mit der Zeit wächst und der Dienst sofort verfügbar ist. So ist auch eine Eigenentwicklung bei Fertigstellung meist schon veraltet, so dass weitere Entwicklungsarbeit und Kosten entstehen.
Ein go-it-alone Entrepreneur soll auch das Risiko der Unternehmung verringern, insbesondere die Auswirkungen eines Scheiterns. Das kann z.B. durch das Behalten des Tagesjobs geschehen, so dass man nur am Abend und am Wochenende an der Unternehmung arbeitet.
Auch achtet so ein Unternehmer darauf immer seinen Kunden zuzuhören. Das Outsourcen des Kundenservice könnte hier eine Gefahr darstellen, so dass dies (zumindest anfänglich) nicht gemacht werden sollte. Flexibilität und kontinuierliche Innovation (durch gezielte Experimente) sind eine treibende Kraft des go-it-alone Entrepreneurs.
Das Buch liest sich aufgrund seiner vielen Beispielunternehmungen sehr angenehm, kommt dadurch aber auch auf einige Seiten. Die Kernbotschaft lässt sich wie hier gemacht auch kürzer zusammenfassen.
Fazit: insgesamt ein empfehlenswertes Buch
Die Web 2.0-Strategie: Innovative Geschäftsmodelle für das Internet
von Amy Shuen
149 Seiten, 2008
Amazon-Link
Dieses etwas alt gewordene Buch behandelt die Treiber des Web 2.0 Geschehens und stellt die Geschäftsmodelle einiger der Großen dar.
Die identifizierten Kerntreiber sind:
- Benutzer generieren Mehrwert (user-generated content)
- Netzwerke multiplizieren Effekte (Netzwerkeffekt)
- Menschen bauen Verbindungen auf (soziales Netz)
- Unternehmen syndizieren Fähigkeiten (Mashups und Software-as-a-Service)
Abgeschlossen wird das Buch durch ein Kapitel zum Schreiben von Web 2.0 Businessplänen. Hier werden einige gute Fragen zu den einzelnen Kapiteln eben jenes Planes gegeben.
Fazit: Die Analyse der Treiber ist gut, eine Empfehlung mit Einschränkungen aufgrund des Alters