Instant MBA: Think, Perform and Earn Like a Top Business School Graduate (52 Brilliant Ideas)
von Nicholas Bate
256 Seiten, 2008
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In 52 Minikapiteln wird hier ein kleiner, bescheidener Auszug aus einem echtem MBA-Programm gegeben. Es fehlen allerdings wichtige Teile. So wird das Handwerkszeug von BWL, Buchhaltung, usw. nicht weiter bearbeitet. Wie könnte man auch ein ein- oder zwei-jähriges Programm in nicht mal 300 Seiten komprimieren?
Die 52 Ideen beinhalten jedoch interessante Gedankengänge und auch wichtige Gurus des Wirtschaftsgeschehens werden dargestellt. Wenn auch knapp.
Ein dem Autor eigenes Konzept ist das der New World of Work. Sie soll folgende sieben Treiber haben, die jeweils in einem Kapitel dargestellt werden:
- acceleration (sich beschleunigende Rate des Wandels)
- automation (durch Technik)
- alternative shores (Outsourcing)
- abundance (der Wahlmöglichkeiten)
- ambiguity (die Zukunft ist unvorhersehbar)
- anarchy (die Macht ist in Händen der Einzelnen)
- adrenaline (die Quintessenz dieser Treiber ist Furcht)
Interessant fand ich auch den Ansatz, dass ein MBA-Absolvent sich einen strategischen Plan machen soll, wie er sich weiter entwickeln möchte. Dazu gehören sowohl Karriereziele, als auch ein Lernplan a la Lebenslanges Lernen.
Fazit: unterhaltsames Material, aber nicht bedeutsam oder fundamental sinnvoll
Die Biologie des Geldes: Darwin und der Ursprung der Ökonomie
von László Mérö
352 Seiten, 2009
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In diesem Buch, das ein Beitrag zum Darwin Jahr war, soll die Struktur der Genetik/Evolution auf die Ökonomie übertragen werden. Richard Dawkins hat ähnliches mit seinen Memen gemacht – also dem Replikator der Kultureinheit (Information). Der Replikator der Genetik ist natürlich das Gen, das sich egoistisch replizieren möchte und sich hierfür Überlebensmaschinen baut: die Lebewesen.
Nun stellt sich die Frage, was dem in der Ökonomie entsprechen würde? Der Autor meint nun, dass es von ihm so genannte Mone sind. Also Business-Gene. Letzterer Begriff stammt aus The 80/20 Individual und wurde so nicht in diesem Werk verwendet. Die definierenden Eigenschaften der Mone ist es nun, dass sie Investitionen anziehen, um ihre Überlebensmaschinen – die Unternehmen zum Leben zu bringen. Damit replizieren sie sich. Auch wenn die Replikation nicht direkt durch Vererbung stattfindet. Der DNA entspricht der Businessplan, allgemein die kodifizierte Form des Lebewesens. Die Umgebung – also in der Genetik der Zelle, soll die Gesellschaft entsprechen.
Dieser Gedanke wird dadurch fundiert, dass Eigenschaften des Replikators übertragen und dann analysiert werden: Langlebigkeit, Fruchtbarkeit und annährend genaue, aber nicht zu genaue Kopie. Dann werden die drei Bedingungen der darwinschen Evolution betrachtet: Vielfalt, natürliche Auslese und Vererbung.
Durch das Buch zieht sich das Beispiel von Robinson und Richson, die beide Archipelbewohner sind und einer einfachen (aber auch im Verlauf des Buches komplexer werdenden) Ökonomie frönen. Diese sind sehr anschaulich und machen die Themen verständlich.
Ein interessanter Ausflug in die ökonomische Psychologie bereichert das Leseerlebnis. Die Argumentation mit dem Gödelscher Unvollständigkeitssatz in einem weiteren Kapitel und das Übertragen desselben aus der Mathematik auf andere Replikator-tragende Gebiete ist etwas verwirrend und entbehrt einer guten Begründung.
Das Buch stellt schließlich auf zwei Seiten die vier Themengebiete Genetik, wissenschaftliche Theoriebildung, Memetik und Mone im Überschau dar. Das ist der Höhepunkt des Buches.
Fazit: wenn man es nicht wissenschaftlich exakt nimmt, ist das Buch für jeden Gründer eine Empfehlung wert
PS: Noch eine schnelle Anmerkung: die Produzentenrente wird als zu Kapital werdender Profit auch als Mon begriffen und bietet dadurch eine Reproduktion der Mone durch das Unternehmen.
Bilanzen lesen. Taschen Guide – Einfach Praktisch
von Manfred Weber
126 Seiten
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Dieses schmale Büchlein führt in das Lesen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ein. Ein weiterer Kernpunkt der Darstellung ist das Thema Bewertung und wie man sie richtig vornimmt.
Die Darstellung von Finanzkennzahlen ist in Financial Intelligence for Entrepreneurs: What You Really Need to Know about the Numbers griffiger beschrieben.
Fazit: ultra-knappe Einführung in die Begrifflichkeiten, eigentlich zu knapp um nützlich zu sein
The 10-day MBA: A Step-by-Step Guide to Mastering the Skills Taught in Top Business Schools
von Steven Silbiger
448 Seiten
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Dieses Buch hat den Anspruch das wichtigste aus einer MBA Ausbildung an einer amerikanischen top Universität zu vermitteln. Das kann ich nicht aus erster Hand beurteilen, aber der Stoff, der behandelt wird, ist sowohl vielfältig, als auch interessant zu lesen. Leider fehlt das Thema Entrepreneurship. Ansonsten ist das Buch einfach zu konsumieren, nur beim Thema Accounting wird es ein wenig anstrengend. Die Darstellung ist praxisnah, aber doch recht kondensiert. Marketing in rund 40 Seiten ist eine Herausforderung, wenn man es gut und umfassend machen will.
Die Themen sind auf 10 Tagesrationen aufgeteilt, die man auch gut an einem Tag nebenbei schaffen kann. Den Stoff dann aber wirklich zu durchdringen und anwenden zu können erfordert aber mehr Einsatz. Warum wohl nehmen Fallstudien einen so großen Teil der MBA Ausbildung ein?
Fazit: Alles in allem ist das Geld für dieses Buch gut angelegt, wenn es auch keine seltenen Erleuchtungen vermittelt.
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre: Umfassende Einführung aus managementorientierter Sicht
von Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner
1183 Seiten
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Dieses Buch ist wesentlich besser zu lesen als der Wöhe [Rezension]. So ist das Layout stimmiger, zweifarbig, es gibt mehr Bilder und die Seiten sind nicht so unendlich dünn. Auch der Schreibstil ist weniger ermüdend. Jedenfalls macht das Buch einen guten Eindruck, auch wenn es inhaltlich meiner subjektiven Meinung nach in der Tiefe nicht an den Wöhe herankommt. Dafür bietet es eine sehr Managment-lastige Sicht der ABWL.
Mir hat die Lektüre gefallen, auch wenn ich nicht allzuviel Neues gelernt habe.
Fazit: durchaus empfehlenswert

